Wenn eine Katze bei dir einzieht, beginnt eine aufregende Zeit – für euch beide. Damit dein neues Familienmitglied sich schnell sicher, wohl und geborgen fühlt, ist eine gute Vorbereitung wichtig.
Die richtige Erstausstattung hilft deiner Katze, stressfrei anzukommen, und sorgt dafür, dass ihr gemeinsam harmonisch starten könnt.
Hier erfährst du Schritt für Schritt, welche Dinge wirklich notwendig sind, worauf du beim Kauf achten solltest – und was du getrost weglassen kannst.
1. Grundlegende Ausstattung für den Start
Katzentoilette + Streu
Katzen sind sehr reinliche Tiere. Eine gute Toilette ist daher unverzichtbar.
Worauf du achten solltest:
❥ mindestens eine Toilette pro Katze + eine extra (also: 2 Katzen = 3 Toiletten)
❥ ausreichend groß, damit die Katze sich drehen kann
❥ nicht zu hohe Einstiegskanten für Kitten oder ältere Katzen
Empfehlung:
Offene Toiletten werden von vielen Katzen bevorzugt, da sie weniger Gerüche sammeln und nicht einengen.
Außerdem war für uns ein sogenannter „Litter-Locker“ (findest du z.B. hier bei Amazon) als „Mülleimer“ für die Abfälle aus dem Katzenklo ein echter Gamechanger. Durch die Klappe und den Verschluss an diesem Katzenstreu-Eimer bleibt der Geruch dort wo er sein soll und die Beutel sind reißfest.
Kratzbaum oder große Kratzmöglichkeit
Krallenpflege, Reviermarkierung, Rückzugsort – ein Kratzbaum erfüllt gleich mehrere wichtige Bedürfnisse.
Achte auf:
❥ stabile Bauweise (kippsicher)
❥ mehrere Ebenen
❥ mindestens eine Liegefläche oben
❥ Sisal- oder Holzstämme
❥weiche Schlafmulden oder Höhlen

Je höher und stabiler, desto besser. Wichtig ist, dass sich deine Katze ordentlich daran strecken kann. Im Handel gibt es oft sehr kleine Kratzbäume mit kurzen Stämmen und wenig Durchmesser.
Katzen klettern von Natur aus unheimlich gerne und strecken sich um ihre Krallen an den Kratzbäumen zu pflegen.
Unsere Fellnasen lieben die Kratzbäume und Säulen von Natural Paradise (gibt es hier ebenfalls bei Amazon). Die Betten/Kissen sind waschbar (wichtig!) und vor allem die Kratzsäule hat einen tollen Durchmesser zum Klettern und strecken.
Futter- und Wassernäpfe
Optimal sind Näpfe aus: Keramik oder Edelstahl. Diese Materialien sind hygienisch und leicht zu reinigen.
Allerdings haben wir uns trotzdem für Näpfe von Surefeed/Sureflap entschieden, weil es sich dabei um praktische Futterautomaten handelt, die automatisch auf und zu gehen, wenn sich jemand nähert oder eben weg geht.
Das ist vor allem im Sommer super praktisch um das Nassfutter vor Fliegen etc. zu schützen. Hier gibts ein Beispiel auf Amazon. Die Näpfe gibt es übrigens auch Chipgesteuert – wenn eure Katze eigenes Futter wegen Medikamenten oder sonstigen Gründen benötigt, wird der Futterautomat speziell für den Chip deiner Fellnase registriert und öffnet nur, wenn die richtige Katze am Napf ist. 🙂
Übrigens: Wasser und Futter bitte nicht direkt nebeneinander stellen – Katzen bevorzugen getrennte Plätze.
Transportbox
Für Tierarztbesuche, Umzüge oder Notfälle unverzichtbar. Tipp: Eine Box mit Front- und Deckelöffnung erleichtert das Handling enorm. Stelle sie von Anfang an offen ins Zimmer – so wird sie für deine Katze ein vertrauter Ort.
Welche Transportbox für deine Fellnase am Besten ist, kommt tatsächlich auch ein bisschen auf die Reaktion der Katze an: Ist sie entspannt, kannst du dich auch für die „schöneren“ Varianten, sogenannte Transporttaschen entscheiden. Ist sie eher panisch und versucht auszubüchsen, solltest du meiner Meinung nach eher auf Sicherheit statt Optik den Fokus legen.

Wir haben mit den Standard-Transportboxen immer die beste Erfahrung gemacht, hier ein Beispiel: Amazon
Diese werden auch vorwiegend bei uns im Tierheim genutzt.
Kuschelige Schlafplätze
Katzen lieben erhöhte, warme und weiche Plätze. Beliebt sind: Fensterplätze, Hängematten für Heizkörper (wieder ein Beispiel bei Amazon), Katzenbetten, selbst gewählte Plätze (z. B. Decken im Regal).

2. Futter & Pflege – was du zum Start brauchst
Hochwertiges Nassfutter
Wichtig ist ein hoher Fleischanteil (mindestens 50 %), kein Zucker, keine Getreideanteile.
Viele Katzen trinken wenig – deshalb ist gutes Nassfutter essenziell, denn darüber nehmen Katzen die meiste Flüssigkeit auf.
Ich habe hier in meinem entsprechenden Beitrag alles wichtige zum Thema hochwertiges Nassfutter zusammengefasst.
Kamm oder Bürste
Abhängig von der Felllänge:
❥ Kurzhaar: einfache Bürste genügt
❥Langhaar: Bürste + Kamm gegen Verfilzungen
Katzenspielzeug
Spielen ist wichtig für die Bewegung, die Bindung zwischen euch, zum Stressabbau und zur Auslastung.
Du lernst beim Spielen mit deinen Tigern sehr viel über sie und ihr stärkt eure Beziehung enorm, wenn ihr so Zeit miteinander verbringt.
Beliebt bei den meisten Katzen sind Federangeln, Bälle, Rascheltunnel und Maus-Spielzeug. Der Handel ist voller toller Spielsachen. Unser Felix z.B. liebt auch zum Beispiel solche „Traininsboards“ mit Leckerlis.
Kleiner Tipp: Räume die Spielsachen ab und zu weg, so bleibt’s spannend! 🙂
Achtung: Laserpointer mit Vorsicht nutzen – sie können Frust erzeugen, weil der Laser nie tatsächlich „gefangen“ werden kann. Das frustriert, weil Katzen natürlich gerne ihre Beute fangen und das als Erfolg brauchen.
3. Die Wohnung katzengerecht gestalten
Sichere Umgebung
Vor dem Einzug checken:
❥ Fenster absichern (Zum Beispiel mit einem Katzennetz oder Gitter für Kippfenster wegen der Verletzungsgefahr)
❥ giftige Pflanzen entfernen
❥ Kabel ggf. schützen
❥ kleine Gegenstände verstauen
Rückzugsorte schaffen
Gerade am Anfang braucht deine Katze sichere Plätze, an die sie sich zurückziehen kann. Kartonhöhlen, Körbe oder Kratzbaumhöhlen eignen sich wunderbar.

4. Checkliste – Erstausstattung für Katzen
Must-haves:
❥ Katzentoilette + Streu
❥ Kratzbaum
❥ Futter- und Wassernäpfe
❥ Transportbox
❥ Schlafplätze
❥ Grundfutter (Nassfutter)
❥ Spielzeug
❥ Bürste/Kamm
❥sichere Wohnung (Fenster, Pflanzen, Kabel)
Optional:
❥ Kratzbretter zusätzlich
❥ Snack-Spielzeuge
❥ Transporttasche
❥ zusätzliche Liegeplätze
Fazit: Ein guter Start für ein glückliches Katzenleben
Mit der richtigen Erstausstattung schafft ihr die perfekte Grundlage für ein entspanntes Zusammenleben.
Denke daran: Jede Katze ist anders. Manche lieben Höhlen, andere bevorzugen hohe Plätze. Beobachte dein Tier – und passe die Umgebung aus seiner Sicht an.
So entsteht Schritt für Schritt ein Zuhause, in dem sich deine Katze sicher, glücklich & geborgen fühlt.

